Komasaufen - Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen

Zeitungsmeldungen wie „14-Jährige nach Komasaufen bewusstlos im Krankenhaus“ sind trauriger Alltag in Deutschland.

Die Annahmen von Experten bestätigen sich: Das exzessive Rauschtrinken (Binge-Drinking) bleibt weit verbreitet.
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Der aktuell veröffentlichte Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung nennt Zahlen:

Im Jahr 2007 mussten über 23.000 Kinder und Jugendliche wegen Alkoholvergiftung stationär im Krankenhaus behandelt werden. Das ist die höchste Zahl seit dem Jahr 2000 und entspricht einer Zunahme um 143 %!

Der Bericht weiter: „Nach aktuellen Erhebungen aus dem Jahr 2008 liegt der Anteil Jugendlicher, die in den letzten 30 Tagen mindestens einmal mehr als 5 Gläser alkoholischer Getränke konsumierten, mit über 20 % immer noch auf hohem Niveau. Fast jeder zehnte Jugendliche (8,2 %) im Alter von 12 bis 17 Jahren weist einen riskanten oder gefährlichen Alkoholkonsum auf“.

Die Drogenbeauftragte Sabine Bätzing betont, dass präventive Maßnahmen ausgebaut werden müssen.

Unsere Projekte sind Präventivmaßnahmen.
 
Präventivarbeit in den Schulen ist unser Ziel.

Alkoholkonsum macht nicht vor dem Schultor halt.
 
Wir entwickeln einen Koffer mit Arbeitsmaterialien für Schulen.

Lehrer und Schüler werden gemeinsam im Rahmen von Projektwochen  das Thema Alkoholkonsum und seine Folgen bearbeiten.

Bausteine des Koffers sind Filme, die

1) körperliche und seelische Folgen exzessiven Trinkens aufzeigen,
2) die Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein der Schüler stärken,
3) die Außenwirkung betrunkener Jugendlicher aufzeigen,
4) Übungen und Anleitungen im Umgang mit Alkohol zeigen.

Im Zusammenhang mit den Filmen gilt es Arbeitsblätter zu bearbeiten.

Broschüren mit Hilfsangeboten für Lehrer und Eltern im Umgang mit alkoholgefährdeten Kindern und Jugendlichen sind ebenfalls Inhalt des Koffers.

Die Vorbereitungen für dieses Projekt laufen.



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